Unser diesjähriger Abschlussgottesdienst stand unter einem Thema, das auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnlich erschien.
Es entstand aus einer Beobachtung im Schulalltag: Immer wieder kam es vor, dass ich im Laufe des Schuljahres ganz unbewusst eine bestimmte Handbewegung machte und die Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse gleichermaßen daraufhin "six seven" riefen.
Scheinbar erfreut sich dieser Ausspruch weit über unsere Volksschule hinaus so großer Beliebtheit, dass er sogar zum österreichischen Jugendwort des Jahres gewählt wurde.
"Six seven" ist ein Begriff, der gute Laune verbreitet. Doch als ich nach seiner genauen Bedeutung fragte, konnte mir niemand eine wirklich zufriedenstellende Antwort geben. So kam mir der Gedanke: Wenn die Bibel auf so viele Fragen des Lebens Antworten bereithält, warum dann nicht auch auf "six seven"?
Also begann ich, in der Heiligen Schrift zu blättern, und wurde tatsächlich fündig – in den Psalmen. Die deutsche Übersetzung unseres Jugendwortes lautet "sechs sieben", also schlug ich den 67. Psalm auf. Dabei stellte ich fest, dass sich hinter dem scheinbar einfachen Jugendwort, zumindest aus biblischer Sicht, durchaus eine tiefere Bedeutung verbergen könnte …
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gesegnete und erholsame Ferien.
Mit lieben Grüßen! ~ Birgit Meyer
Gott, segne unsere Schule und schenke uns ein gutes Miteinander.
Gott, segne unsere Familien und schenke ihnen Liebe und Zusammenhalt.
Gott, segne die Menschen, die einsam sind, und schenke ihnen Freunde.
Gott, segne die Menschen, die ausgeschlossen werden, und schenke ihnen Gemeinschaft.
Gott, segne die Menschen, die Angst haben, und schenke ihnen Mut.
Gott, segne die Menschen, die krank sind, und schenke ihnen Kraft.
Gott, segne uns alle, und lass uns für andere zum Segen werden.
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